| Date: | 2007-08-16 21:28 |
| Subject: | *g* |
| Security: | Public |
Just got some feedback for Church Fiefs and I'm fairly happy. Everything goes according to the prophecy so far. Plenty of stuff in the works, Arcane Tech is getting ready, I managed to get two more adventures edited, and I'm working to set up more books.
And, well, I returned from travelling around the globe. Well. Kiwiland is on the other side. Lobved it. Loved Singapore too. Wish I had more time to update my various blogs, but far too much stuff to do. At least managed to update the blog on RedBrick's website.
http://www.fading-suns.com/index.php?categoryid=28
Right. Now work on the novel, while the night's still "young".
Yes, I'm going to switch the language of this journal to English. Sorry for that. I just wrote a long email to a FS guy who asked me, in essence, to write more stuff about myself and where he could find my blog. Hm. I have a bunch of blogs, there's www.alexwichert.com, which is in German, and there are a few friends-only blogs, because, believe me, I can be a nasty ranter and I don't need to spread my nastier sides all over the Internets. :)
As I forgot the login for the *other* LJ I set up, but remembered this, I decided to use my old "official" blog now as an English counterpoint to www.alexwichert.com. I'll try to keep it open, civil, and interesting. Or something.
I'll post a blog entry advertising this one. Sorry to everybody who cannot (or even can) read the old entries. I could have taken it all offline, but that's a ton of work and I don't really have the time. A lot of this is going to be about Fading Suns and/or "me, in English".
I've recently become RedBrick's Line Developer for Fading Suns, under licence from Holistic Design, which still scares me on some level. I'm also a novellist, and a faceless corporate slave (spot the Shadowrun influence).
I'll try and get some more activity about Fading Suns on livejournal started - at the moment I'm friending everybody who has Fading Suns in their interests. You're welcome to friend this journal and listen to me ramble - and comment, obviously.
My "developer's blog" is over at www.fading-suns.com. This place is more "off the cuff" - I'm not quite sure yet what to put in here, but over *there* stuff will be more official.
Expect links to artwork, expect some stuff I posted on forums to crop up here, and you're welcome to comment and start discussions. Please do.
Right - I'm just now editing the chapter "Space Stations" of "Arcane Tech", and am on page 4/14. I'm planning to finish the chapter today, and maybe even the next one, "Church Law" - depending really on how long my brain can hold up.
I'm also currently editing and re-writing my current German novel, and managed to get about 40-45 pages done, depending on how its counted/measured.
And after that, I can't wait to go on holiday to the land of Kiwis and sheep and Lord of the Rings. :)
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| Date: | 2006-09-11 17:04 |
| Subject: | |
| Security: | Public |
Oefter mal was Neues.
Ich habe nun, nach langer Zeit der Faulheit, Planlosigkeit, und Desorganisiertheit, eine richtige Adresse im Netz:
http://alexwichert.com/ oder http://www.alexwichert.com/
Dort habe ich mein WordPress-Blog, mit einigen Zuastzseitchen. Mir gefaellt die Funktionaliaet drueben besser, und ich denke, da werden auch die Updates passieren.
Ich sehe euch also dann drueben...
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| Date: | 2006-08-31 22:41 |
| Subject: | Okay... |
| Security: | Public |
Letzte Seite ist ausgedruckt, es sind jetzt 487 Seiten (im Grobentwurf), morgen wird der Stapel gebunden, und ich geh jetzt schlafen.
Woah, muede.
Meine Cover-Kuenstlerin (Kathy hat leider keine Zeit, jetzt macht das Katja) sagt, sie schickt mir am Wo-Ende Skizzen. Ich kann's kaum erwarten.
Jetzt aber ins Bett. Am Wochenende checke ich meine Fakten.
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... ich muss noch 1 Kapitel grob durchbuersten (21 Seiten), das wollte ich heute machen, dann bin ich einmal komplett durch das Buch und hab's auch ausgedruckt. Es werden ca 470-490 Seiten, jedenfalls im ersten Entwurf. Was heisst, dass das TB definitiv ca 400 Seiten haben wird, je nachdem, wie's gesetzt wird, und wieviel sie mir rausschmeissen. Ich rechne mit "Kuerzen!".
Schatzi war die letzte Woche ueber krank (irgendwas am Hals - er geht nur zum Arzt, wenn's wirklich schlimm wird, aber das hier war eher laestig), und hat nachts immer gehustet, gestern war's besonders schlimm, so bin ich dann von Kapitel 24 um 0:15 ins Bett gefallen, und ungefaehr jede Stunde wachgeworden, weil ein schwitziger, unruhiger, hustend-keuchender Partner bei aller Liebe keinen Spass macht. Heute dann entsprechend nicht viel auf die Reihe gekriegt, mit ach und krach ein kleineres Projekt abgeschlossen, tiefe Augenringe, und groggy.
Dafuer kocht Schatzi gerade: Thai-Prawns. Ich werfe dann noch ein bisschen Taurin & Magnesium ein, dann ackere ich Kapitel 25 durch, drucke das Teil aus, packe es auf den Stapel, wo schon Kapitel 16-24 liegen, dann lasse ich mir den Brocken morgen im Copy-Shop binden, und dann gibt's die offizielle "Fatimas Traenen MasterCopy". Ich kann auf Papier einfach besser planen, streichen und umschreiben. Ich schaue schon den ganzen Tag auf den Bildschirm, und ich freue mich darauf, unten im Wochzimmer zu sitzen, an einem Stift zu kauen und meine Fakten zu checken.
Planung ist der 15. September, dann geht Fatima nach FanPro. Dann moechte ich gern lesen, ein Wochenende im Bett verbringen und lesen, oder irgendwas voellig Sinnfreies tun, was nichts mit Schreiben zu tun hat. Oder was ein anderes Projekt ist.
Ich setze mich also gleich dran, werde dabei wahrscheinlich Subway to Sally hoeren, alternativ Matrix Soundtrack, und hab's ja dann bald ueberstanden. Zumindest Durchgang 1.
Ah, es duftet von unten.
Mal gucken, ob ich Essen abgreifen kann ....
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| Date: | 2006-08-28 20:54 |
| Subject: | |
| Security: | Public |
Und, Ladies und Gentlemen, die Casino-Szene.
Der Rothaarige ist natuerlich Reynard, eine der Hauptfiguren, und das hier sollte ihn einfuehren. Es gab Leser, denen diese - doch extrem langsame - Szene besser gefiel als "der ganze komische Shadowrun-Kram", aber diese Szene verlangsamt das Buch extrem, vor allem, weil die darauf folgende Szene den Franzosen viel besser einfuehrt. Und so spart man 9 Seiten. Ja, manchmal schreibt man sich erstmal "warm". Ist nicht ueberarbeitet, machte keinen Sinn. :)
( Susan nickte Arundhati zu, sah, wie sie als Changeur rasch die Jetons wechselte, die goldenen und silbernen Scheiben rasch austeilte, ohne wirklich hinzusehen, was sie tat. Es war, als könnte Arundhati mit ihren Fingern sehen. Die Inderin verzog kurz die Lippen – die professionelle Miene lies nicht mehr zu, aber Susan wußte, daß sie sich auf die andere Frau verlassen konnte. )
Hier laesst sich uebrigens exemplarisch studieren, was passiert, wenn ein Autor zuviel recherchiert (Stichwort: Baccara) und eigene Erfahrungen reinbaut (auf so einem Schiff war ich - Partyschiff, kein Kasinoschiff, ausserdem arbeite ich in London, und alle Englaender haben extrem Angst davor, ins Krankenhaus zu gehen, weil's da nicht so kuschlig ist wie in dt. Krankenhaeusern), sowie Kollegen einbaut (Craig arbeitet in derselben Firma, und heisst auch so, nur den Nachnamen hab ich geaendert).
Tja. Tuess. Seiten gespart. Zurueck an Kapitel 21.
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Ich sitze brav am Rechner und ueberarbeite Fatima, versuche rauszukriegen, was ich sagen wollte und was wirklich zur Substanz des Buches gehoert. Voiata ist gerade ein ziemliches Aas, aber gut, das ist sein Job. Adler, halt.
Ich bin auf Seite 383/284 mit der Ueberarbeitung, also nur noch ca 100-150 Seiten, je nachdem, wieviel noch rausfliegt. Bin gestern zu fast nichts gekommen, wenigstens hab ich am Samstag ne Menge geschafft, und eigentlich braeuchte ich ne Woche Urlaub.
Dazu hab ich noch ne Uebersetzung von weiteren 100 Textseiten fuer ein Earthdawn-Projekt am Bein, und muss noch ca 10 Kurzgeschichten fuer eine Anthologie durchackern. Diesen Monat werde ich mich jedenfalls ganz sicher nicht langweilen.
Und ich moechte gern schreiben statt ueberarbeiten, aber die Suppe muss ich jetzt ausloeffeln, ich hab Fatima wirklich zulange schleifen lassen.
Ich habe irgendwann zwischendurch am Wochenende die 5 juengeren Teile von "Der Skorpion" gelesen, ein feiner, historischer Comic, und haette wirklich Lust, mehr aus der Zeit/Gegend zu lesen, oder mal einen Comic zu schreiben (wofuer man erstmal einen Zeichner braeuchte - und dann besteht immer noch die Gefahr, dass man's versaut. Ich kann schon keine gescheiten Kurzgeschichten schreiben - Comic ist nochmal was ganz spezielles, und meine Bilder im Kopf bewegen sich, das umzusetzen duerfte die Hoelle werden).
Und Fatima braucht definitiv noch eine zweite Ueberarbeitung, wo einiges klarer rausgearbeitet werden muss. Es fliegen derzeit ca 10-12% Text raus, meistens nur Absaetze, einzelne Saetze, Halbsaetze, dumme Wiederholungen, die kein Mensch braucht und erst recht niemand vermissen wird. Die Szene auf dem Casino-Schiff ist noch interessant, die ist am Stueck rausgeflogen, die poste ich mit dem naechsten Eintrag.
Ich zweifle noch etwas an der Szene mit dem Cop (Virgil), andererseits nehme ich den Cop gegen Ende nochmal auf, was dem Reynard-Plot hoffentlich sowas wie Zusammenhalt gibt, und ich muesste eine ganze Szene neu schreiben, um rueberzubringen, was ich rueberbringen will. Andererseits koennte sich das lohnen. Keine Ahnung.
Ich muss im naechsten Durchgang noch einige Fakten checken, und aergere mich darueber, dass ich in Deutschland keinen Brockhaus auf CD-Rom mitgenommen habe, weil ich Hintergrund-Infos brauche, mit denen ich der Wikipedia nur sehr bedingt vertrauen moechte. Mal auf Ebay gucken. Ich brauche jedenfalls ein gutes CD-Nachschlagewerk, Muiltimedia brauche ich nicht, es sollte nur einigermassen erschoepfend sein. Der "grosse Brockhaus" waere ideal. Die Enzyclopedia Britannica hab ich ja hier, ist aber fuer ein deutschsprachiges Buch teilweise ungeeignet. Doof.
Anyway, Ueberarbeitung laeuft, ist aber nervig. 535 Seiten ist einfach echt ne Nummer zu heftig fuer "nebenbei". Ob das dem Rieslegger mit "GmbH" auch passiert ist?
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Ich hab ja ne ganze Reihe Flashbacks in "Fatimas Traenen". Das kommt teilweise daher, weil der Hauptcharakter mir Stories aus seinem Leben erzaehlt hat und sich geweigert hat, weiter im Plot zu machen, ohne dass ich das vorher aufgeschrieben habe. Nu isses aber im Mittelteil passagenweise etwas langsam, weshalb ich gerade dabei bin, Szenen rauszunehmen.
Diese hier hat's gerade erwischt. Sergei im Nachtclub, nach der Spezialausbildung. Er lernen einen LAG kennen. Und, nein, ich verstehe auch nicht, was er an mageren Elfen findet... *schuettel*. Orks sind naemlich viel cooler!
( Der Nacken des Mannes vor ihm zog seine Aufmerksamkeit ungesund auf sich. Der Delta-Muskel war kaum definitiert, solche Nacken sah man nicht in der Spetsnaz. Die Schulterblätter waren nicht eingefügt in eine Komposition aus Muskeln, sondern schoben sich unter dem glitzernden T-Shirt hin und her - während der Mann gestikulierte - wie die Stummel abgerissener Flügel. )
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| Date: | 2006-08-25 22:34 |
| Subject: | Oh WOW |
| Security: | Public |
Eine Freundin hat mir einen Link geschickt zu einer "Kettenhund"-Skulptur
http://www.fotocommunity.de/pc/pc.php4?extra=efotomail&display=9542860&code=2685893388
Wunderschoen. Kettenhunde fuer alle.
Und, dass es sich bei "Kettenhund" auch um ne Nazi-Truppe handelt, wusste ich erst, als der Titel schon feststand. Ausserdem ueberlasse ich den Braunen nicht einfach so ein schoenes Wort.
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Laengerer, nicht unbedingt zusammenhaengender RatCon-Bericht ------------------------------------------------------------
*Mittwoch*:
Ich nehme mir frei, packe gegen Mittag meinen Koffer, fahre gegen 14:00 gen Luton los, weil es heisst, man solle "reichlich" Zeit mitbringen. In meinem Fall 3,5 Stunden. Gesellschaft leistet mir "Urban Shaman" von Serge Kahili King, ein Esoterik-Klassiker, der mir ein paar Augen oeffnet. Schamanismus macht irgendwie mehr Sinn als alles andere. Am Ende hab ich mich mit "Fatimas Traenen" selbst ueberzeugt, dass das meine "Religion" ist. Oder erinnert. Ich bin mir nicht schluessig.
Einchecken geht ohne weiteres. Einen Hauch Schadenfreude angesichts der ganzen zwangsweise zurueckgelassenen Kosmetika (war verboten im Handgepaeck). Aber ich bin ohnehin der Ueberzeugung, dass die Welt ein huebscherer Ort waere ohne das bunte Zeug.
Wie verabredet holen mich meine Freunde, Markus und Sandra, in Dortmund ab; es ist ca 22:00. In ihrer neuen Wohnung, gerade frisch eingerichtet, futtern wir Rinderschmorbraten und Rotkohl und Knoedel (hatte ich mir gewuenscht - ich wollte was "typisch Deutsches" essen) und reden bis spaet. So fast 2 Uhr. Danach ziehe ich auf die Couch zurueck und lese in Scott McClouds "Understanding Comics", bis ich muede werde. Am naechsten Morgen muss Markus frueh raus, arbeiten. Ich schlafe etwas laenger, bin aber um 9 auch auf den Beinen.
Der *Donnerstag* steht im Zeichen von Buechern und Orga. Ich versuche, Treffen zu arrangieren mit der halben Welt und mache einen Spaziergang mit Sandra in der Essener City. Ich zuende ein paar Kerzchen vor der Goldenen Madonna an, die mir bisher alle ernsthaften Wuensche erfuellt hat. Ich bin kein Katholik, aber das ist ein Stueck Mittelalter, lange, bevor das alles Ernst wurde, lange bevor man solche Unterschiede gemacht habe. Ich zeige Sandra meine Lieblingskirche (da, wo die Goldene Madonna steht). Bete ein bisschen (mehr so Fuerbitte), dann zurueck in den Trubel in der Innenstadt, Mayersche Buchhandlung, um JTK zu treffen.
Der verspaetet sich etwas, und ich bin besorgt, dass der komische Anzugfritze in der Ecke in Wirklichkeit ein Schriftsteller ist. War er aber nicht. JTK hat gerade sein Abschlusszeugnis gekriegt, es beim Kopierer vergessen, und musste nochmal zurueckgaloppieren. Ooops. Richtig zurechnungsfaehig ist man nach dem Studienabschluss erstmal nicht. Sitzen ein wenig zusammen und reden ueber Gott und das Schreiben, waehrend mein Gehirn langsam auf Deutsch umschaltet. Ich kaufe ein paar Buecher, damit das erstmal so bleibt, und sondiere fuer die Einkauferei am Freitag. Noch ein paar Anrufe, um Leute zu koordinieren. Langsam fuegt es sich zusammen.
Danach traben Sandra und ich zum Bio-Markt und kaufen ein fuer den Abend. Da Judith "die Stimme" sich 10 Tage vorher mit Fisch fast getoetet haette (Lebensmittelvergiftung), beschliesse ich, den Thunfisch nach Satay-Art zu kochen bevor Judith aus Stuttgart ankommt, also Donnerstag, nicht Freitag. Abends koche ich Thunfisch in Satay-Sauce mit Kokosnuss-Reis, das meiste davon Bio. Wieder sitzen wir ein Weilchen zusammen. Markus will Rollenspiel machen, aber wir sind eigentlich alle zu platt und schlafen 2-3 Stunden. Danach reden/essen. Wieder bis spaet. Der arme Markus muss Freitag abeiten.
*Freitag*: Ich werde wieder frueh wach. Mein Koerper ist zu sehr auf die Arbeitszeiten eingestellt, aber ich bin munter, obwohl ich weiter in "Understanding Comics" gelesen habe. RatCon faengt an, aber noch ist zuviel zu tun. Wir treffen Heike und Udo (bald dann ihr Ehemann), die auf dem Weg von Koeln nach Muenster (oder umgekehrt) in Essen vorbeikommen, um Hallo zu sagen. Wir treffen uns im Bahnhof und gehen dann ca 100m in ein kleines Cafe, zwar eng und zu klein, aber gemuetlich. Hole auf, was bei Heike passiert ist, und Udo. Die Erde hat sich weitergedreht, allen geht's besser als vor 1-2 Jahren. Kein Wunder. Es gibt eine Perspektive, und das loest die Anspannung. Heike und Udo muessen dann weiter, und ich muss Klamotten kaufen und verschwinde mit der extrem geduldigen Sandra bei C&A, um ein paar Hosen und Hemden fuer die Arbeit zu erstehen.
Knapp 200 EUR und 2,5 Stunden spaeter sind wir fertig und ich im Besitz von Klamotten, die, anders als die englischen Sachen, nicht fuer Mutanten geschneidert sind (in England passt mir nichts - entweder isses zu kurz oder in der Schulter zu schmal. Sorry, dass ich einen normal proportionierten, wenn auch breitschultrigen Oberkoerper besitze). Danach treffen wir Sandras Mutter Brigitta bei IKEA. Im Wintergarten ist es heiss und stickig, wir futtern Koettbullar, bzw Kuchen, dazu Kaffee. Danach kaufen wir ein paar Kleinigkeiten, Marabou-Schokolade und eine Umhaengetasche fuer mich, eine Grillpfanne fuer Brigitta, waehrend ich aufhole, was im letzten halben Jahr alles passiert ist. Ne ganze Menge. Brigitta lernt lesen und schreiben, unglaublich, und was fuer eine Leistung. Und meine Tante, fuenfzehn Jahre aelter meint, ihr Leben waere vorbei und es macht keinen Sinn, jetzt noch was zu aendern. Nun gut.
Wieder zwei Stunden spaeter sollte Judith ankommen, hat aber ne Stunde Verspaetung. Meine Illusionen darueber, dass die dt. Bahn so viel besser ist als die englische, bekommt einen Daempfer. Wir traben bepackt zu Sandra und Markus, wo sich Markus Sorgen gemacht hat, wo wir bleiben. Klassisches Kommunikationsproblem. Dann ruft Judith an und ist angekommen. Sie ist noch etwas wacklig auf den Beinen. Wieder eine Ueberraschung. Judith hat seit dem letzten Treffen irgendwas um 45kg abgenommen. Ich hab sie trotzdem erkannt.
Danach sitzen vier Schriftsteller um einen Tisch und reden. Judith uebt nochmal "Kettenhund" fuer die Lesung. Und ich fuehle mich pudelwohl, weil ich ueber's Schreiben reden kann, mit Menschen, die mich moegen und mir zuhoeren, und die was zu sagen haben und interessant sind. Keine Selbstverstaendlichkeit, wie ich mittlerweile in meinem Exil gelernt habe.
Sandra leitet ein kleines Abenteuer auf Markus' Spielwelt, sehr atmosphaerisches Rollenspiel, eine kleine Queste in den Sumpf, und mein Ordenskrieger bibbert vor Angst, weil er ist jung und will nicht sterben. Und Geister kann man nicht toeten.
Danach zwei Seiten "Understanding Comics", aber ich bin echt muede.
*Samstag*: Der Versuch, den RatCon zu organisieren, jedenfalls, was Treffen angeht. Mein englisches Vodaphone-Handy kann zwar photographieren und auch sonst ne Menge, aber es scheint nicht alle Anrufer zu moegen. Einige kommen nicht durch, und die Voicemail zickt. Naja, seufz. Vier Leute brauchen ungefaehr zehnmal so lang, um irgendwo hinzukommen, und meine Idee, um 11 anzukommen, zerschlaegt sich. Um 13:30 soll meine Lesung sein, um ca 13:00 kommen wir an. Judith liest nochmal "Kettenhund", wir wissen mittlerweile, welche Szene sie lesen soll und wie lange die dauert.
Wir finden heraus, dass die Lesung nirgends wirklich angeschlagen ist, und dass wir nicht im "Gartenpavillon" lesen, sondern im "Gartensaal". Gut zu wissen. Ich signiere 18 "Kettenhund"e am F-Shop-Stand, mit Saetzen wie "Mischko sein Buch", und platziere die Stapel elegant neben Andres "Boeses Erwachen", und erstehe "Muenchen Noir" und "Schattenstaedte", sowie "Boeses Erwachen" von Andre und "Glut", weil Heike gestern sagte, Daniela waere richtig gut.
Der Workshop laesst sich Zeit, die Leute stehen um 13:30 noch herum und plauschen. Ich versuche, Leute zu identifizieren, die ich nie live gesehen habe. Keine Chance. Ich schnappe mir noch einen SR-Menschen, um die Reihen zu fuellen ("Du hier. Ich lese. Du Lust?" Er: "Ich bin todmuede, also wenn's dir nichts ausmacht, dass ich einschlafe ..." Isser aber nicht.)
Sitzen also gemuetlich beisammen, ich mache die Eroeffnung und rede ne Menge Muell. Verdammt. Auf Deutsch, vor Publikum. Ich muss unsicher gewirkt haben. Jedenfalls hab ich Judith erst zwischendrin vorgestellt. Und zu schnell und zu viel geredet.
Dann liest Judith Kapitel 7, die Massenmord-Kampfszene. Ich haenge an ihren Lippen. Woman can read. Wow. Meine Worte, aber laut, und so, wie sie klingen sollen. Ich bin wieder einmal ganz verliebt in mein Buch und meine Charaktere, beobachte das Publikum. Keiner schlaeft ein. Manche starren auf den Boden, hoeren sichtlich zu, andere beobachten mich. Ich will den Text mitsprechen, agieren, weiss, dass es doof ist, aber die Worte gehen mir durch. Ich wuensche mir, so lesen zu koennen, sage Judith das auch, nach der Lesung, und die schaut mich verschmitzt von unten her an und meint "irgendwann wirst du das lernen muessen". Das sagt sie, als wuerde ich irgendwann mal wichtig, und sie sagt das seit Jahren. Judith liest immer meine Texte. Judith ist "meine Stimme".
Ich treffe Andre "Version1", der ganz anders aussieht, als ich ihn mir vorgestellt hatte, laut Avatar-Bild im Forum (d'oh) und Christian "Goswin", wechsle ein paar Worte, signiere ein paar Buecher, mache bloede Witze, und fuehle mich rundherum wohl, Geek unter Geeks.
Treffe Florian, der mit Freizeitheld.de involviert ist, der sagt, er macht noch ein Interview mit Andre Wiesler, nach dessen Lesung. Lesung? denke ich, also auf zur Lesung von "Boeses Erwachen". Andre liest gut, der Text ist fein, das Buch schon gekauft. Ich moechte so lesen koennen. Ich moechte witzig sein wie Andre, aber alles, was ich kann ist Galgenhumor, und der ergibt sich spontan. I'm a one trick pony, tough luck.
Derweil hungert Judith, weil wir einfach nicht zur Ruhe kommen. Ich hab genug Adrenalin im Blut, ich brauch nicht essen. Ich trabe zum F-Shop zurueck, aber alle 18 Kettenhunde sind noch da. Gemeinheit.
Treffe Andre, der auf sein Interview wartet. Leider wird es an dem Abend kein "Autoren-Essen" geben, weil unheimlich viele Leute fehlen, auch Markus Heitz. Nun, das erspart mir wenigstens Peinlichkeiten. Treffe Thomas Roemer, zu wenig Zeit, wenigstens mache ich ein Beweisphoto, wenn mein Handy sonst nichts anderes gebacken kriegt. Halte Ausschau nach bekannten Gesichtern, aber irgendwie, nein, scheint mir keiner ueber den Weg laufen zu wollen.
Florian und Andre sind mit dem Interview durch, Andre grinst mich an und sagt "Dann mal viel Spass beim Unsinn-Reden!", ich bedanke mich artig, wir suchen einen Raum, und finden schliesslich einen, wo im Hintergrund gespielt wird.
In 10 Minuten quer durch meine Autorenkarriere, von "wie bist du zum Schreiben gekommen" bis zu "Was fuer Tips hast du fuer Anfaenger", und ich erinnere mich vage, dass meine Saetze zu lang sind und ich vermutlich wenig Sinn mache. Egal.
Danach liest Judith ein paar Seiten, und an perfekter Stelle grollt draussen der Donner. Der Soundttechniker grinst feist und haelt beide Daumen hoch; "geiler Effekt" sagt jemand. Ich bin gluecklich, obwohl ausgerechnet eine Truppe Shadowrunner anfaengt, Tische und Stuehle ueber den Boden zu schleifen, waehrend wir sichtlich eine Aufnahme machen. Dass sie mit ihren Plastikgewehren rumschiessen, hilft Judiths Konzentration nicht. Danke Jungs, Wahrnehmungswurf versaut.
Danach treffe ich Katja aka "Stahlengel", deren Online-Runde ich beitreten moechte, und schleife sie zu Markus' Lesung aus "Das Lied der Sirenen", Blitz-Verlag. Ich nehme noch ein paar Bekannte, die nicht rechtzeitig weggekommen sind, mit zur Lesung. Das kann ich, Leute zusammentreiben.
Markus liest gut. Wenn ich nur so lesen koennte. Aber ich kann bloede Fragen stellen. Katja zeichnet beim Zuhoeren. Sie zeichnet verdammt gut. Ich mache wieder ein paar Beweisphotos. Die Lesung ist so gut, dass Markus an Ort und Stelle Buecher verkauft. Wow. Das ist ein Kompliment.
Judith hat Probleme mit dem Blutzucker, und ich finde ueberraschend (!) einen Florentiner (!!), den ich gekauft, aber nicht gegessen hatte (!!!). Judith sagt spaeter, ich rette ihr das Leben. Meine Stimme ist gerettet.
Wir treffen Don Kamillo und seine reizende Freundin, und Kamillo hat mir, wie versprochen, den polnischen Honig-Wodka mitgebracht und fuettert mich mit Ziegenkaese und Baguette. Irgendwo in der Mitte des Tages ist mir ein kapitaler Hunger gewachsen. Ich bekunde mit vollem Mund meine Dankbarkeit und geniesse den Kaese. Das Leben ist schoen.
Wir traben zur Orga, wo wir uns fuer ne zweite Lesung eintragen lassen. 15 Uhr, Sonntag, 15:00. Ist zu schaffen. Ich rechne damit, dass wir allein sein werden.
Wir reden noch etwas, dann traben wir in die Pizzeria gegenueber, wo Sandra, Katja und ich nen Happen essen. Wie hab ich Pizza vermisst. Danach schnappen wir uns Markus, der noch sein Buch promotet hat, und verziehen uns gen deren Wohnung, muede und gluecklich. Reden noch ueber's Schreiben, Gott und die Welt. Das Leben ist schoen. Wir beschliessen, auszuschlafen.
Ich lese "Understanding Comics" weiter.
Am *Sonntag* bin ich frueh wach. Schlaf wird ueberbewertet. Ich ersticke bald an Kreativitaet. Ich. Will. Schreiben. Judith ist schon lange wach. Wir reden, planen ein kleines Seminarchen. Ich will nicht nur schreiben, ich will drueber reden und Leute dazu bringen, zu schreiben.
Wir kommen wieder so los, dass wir ca 40 Minuten vor der Lesung da sind. Von "Kettenhund" sind noch 17 Exemplare da. Ich signiere etwas "Rabengefluester" am F-Shop. Jemand (ein Holger) spricht mich an, ob ich auch seins signiere. Klar. Er freut sich und wetzt los, ich freue mich, dass Rabengefluester wem gefallen hat. Er entschuldigt sich fuer den Zustand des Buches (hinterer Umschlag geknickt), und ich finde das richtig lieb. Es ist sein Buch, nicht meins. Naja, okay, dann eben "unseres". Ich ermahne mich laut, Jetzt Kreativ Zu Sein, und denke nach, als er fragt, ob denn auch der Herr Wichert da sei. Ich grinse und sage, dass sei ich. Er freut sich sehr und aergert sich, dass er "Sand und Blut" nicht mitgebracht hat. Wir outen uns gegenseitig als Al'Anfa-Fanboys.
Das Leben ist schoen. Ich schreibe ihm eine Goldo-Paligan-Widmung, die er erst liest, als er etwas weggegangen ist, und kriege ein Mega-Grinsen und Winken, und freue mich.
Dann erspaehe ich Christian Lonsing, der sehr zugaenglich aussieht und so, als ob man ihn ungestraft belaestigen koennte. Wir reden ueber Fatimas Traenen, und die offizielle Timeline. Zur Erklaerung: FanPro moechte gern, dass die Romanautoren so schnell wie moeglich auf SR4-Niveau kommen, also im Jahr 2070 schreiben. "Kettenhund" spielt im Maerz 2065. Orks leben nicht lange, Mischko ist im Kettenhund 22 Jahre alt, das dritte Buch spielt nach "Fatima", also waere Mischko mindestens 28. Ziemlich alt. Ich bemerke, dass Andre das Problem mit seinem Dreiteiler elegant geloest hat - er laesst alles 2058 spielen. Aber durch die Datumansgabe im "Kettenhund" bin ich festgenagelt. Also frag ich Christian. Der sagt: "Dann lass es im Crash spielen". Also in der Luecke zwischen der dritten und vierten Edition. Manche Loesungen sind genial einfach. Christian erzaehlt mir noch was ueber die aktuellen Magie-Regeln ("Street Magic" stand zwar im Regal, war aber nur ein Ansichtsexemplar, und wurde zu gut bewacht...), dann ist meine Lesung faellig, und ich schleppe Christian, der den Kettenhund inhaltlich betreut hatte, einfach mit. Ebenso wie Katja und ihre Freundin, die zwischendurch auch aufgeschlagen sind.
Auf der Treppe kommt mir Leif entgegen. Gross. Wuestentarnhose. Schwarzes T-Shirt. Kahlrasierter Kopf. Polierte Militaerstiefel. Der Mann kennt meine Kinks zu gut. Irgendwas in die Richtung sage ich auch zu ihm, und er grinst, und sagt "ich weiss doch, was du magst." Indeed. Ich vertreibe Gedanken an Hotelzimmer, Leder und Uniform und Handschellen aus meinem Geiste, immerhin hab ich ne Lesung. Wenigstens muss nicht ich selbst lesen, und schleppe Leif direkt mit zur Lesung. Wir sind unter Freunden, kein Fremder da. Auch recht. Ist dann besonders entspannt.
Ich leite wieder ein, ein paar Witzchen ueber Pseudonyme und das Gelsenkirchener Einwohnermeldeamt, lasse meinen Perso rumgehen, damit Leute sehen, dass ich Alexander Wichert bin, ganz offiziell, dann liest Judith. Wieder will ich mitsprechen. Judith ist noch besser als gestern. Als sie die lange Szene durch hat, trete ich den Beweis an, dass ich nicht vorlesen kann und lese die Janus/Mischko-Szene an der Birke, die mit "Mein Truck" endet. Judith klopft mir jedesmal gegen's Bein, bevor ich die Schallmauer durchbreche. Ich kann nicht lesen. Es klingt nie so wie in meinem Kopf. Ich lese drei Seiten in ca 4 Minuten. Ooops. Danach frage ich Leute nach ihren Lieblingsfiguren. Janus liegt knapp vor Mischko. Ich beschliesse, Janus erstmal nicht zu toeten. Leute moegen ihn, voellig unverdient.
Nach der Lesung gesellen Markus, Sandra, Judith und ich uns zu Katja und ihren Online-Spielerinnen. Alle suess, kreativ, witzig, wir tauschen in der Pizzeria (hervorragendes Essen zum Spottpreis) Stories und Anekdoetchen aus. Es wird viel gelacht. Ich bekomme eine Einfuehrung in deren Kampagne. Bei mir waechst ein Charakter. Ich moechte wieder Mage: TA spielen. Ich habe wieder Lust auf Rollenspiel, schon die ganzen Tage ueber.
Wir fahren Judith zum Bahnhof, Verabschiedung, dann zurueck nach Essen. Abkuehlen. Freuen. Spass. Muedigkeit abschuetteln. Danach spielen wir Sandras Abenteuer weiter, gehen nach dem Abenteuer zum Socialising ueber, immer noch sehr nett, alles klasse. Schade, letzter Tag, davon koennte ich noch ne Woche gebrauchen, mehr Leute treffen, mehr reden, mehr verstehen und verstanden werden. Es wird spaet, aber ich schaffe noch, "Understanding Comics" zu beenden.
*Montag*: Wieder werde ich zu frueh wach. So gegen 8. Markus ist noch da, wir verabschieden uns, Sandra und ich fruehstuecken, sehen dann "Equilibrium". Ich erinnere mich, wie cool der Film ist, packe langsam meine Buecher, Regelwerke und Klamotten zusammen, wuerde gern noch zwei Wochen oder so bleiben. Tja.
Um 11:30 kommt mein Onkelchen, Verabschiedung von Sandra, wir fahren in die Innenstadt, wo ich mir Delbruecks "Geschichte des Kriegshandwerks" kaufe, die in einem billigen Reprint erhaeltlich ist (und ein Exemplar, je zwei Baende, gingen an Judith und Sandra), und mein Onkel will einen Kettenhund, als ich ihm von Mischko und Nikita erzaehle. Mein Onkel hat einen Uniform-Kink, nur eine der Sachen, die wir teilen. Wir unterhalten uns lange ueber Vergewaltigung. Fuer uns beide ein ganz normales Gespraechsthema. Manche Leute in meiner Familie sind einfach extrem cool.
Danach futtern wir noch was, und fahren dann Richtung Dortmunder Flughafen, trinken noch einen Kaffee, ich mach noch ein Photo, dann heisst es Einchecken. Diesmal muss ich meine Schuhe nicht ausziehen. Und Easyjet macht keinen Aufstand wegen meines schweren Koffers.
In der Lounge fange ich mit "Boeses Erwachen" an und lese weiter, im Flugzeug, im Zug von Luton nach Blackfriar's, dann gen Zuhause, im Bus und zu Fuss in unserer Wohnung. Ich bin so um 22:00 zuhause. Schatzi erzaehlt mir irgendwas, ich bemerke, dass ich kein Wort verstehe (es war irgendwas Komplizierteres), entschuldige mich, packe mich unter die Dusche, gehe ins Bett und schlafe quasi sofort ein.
Manchmal ist Deutschland ein weit entferntes kleines Licht. Manchmal ist es soviel mehr.
Danke.
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| Date: | 2006-08-19 11:27 |
| Subject: | Now ... |
| Security: | Public |
... ich warte jetzt gerade darauf, dass der Letzte im Badezimmer fertig wird. Vier Leute brauchen 10mal so lang, um irgendwohin zu kommen. :) Ich waere schon vor ner Stunde los, aber wir sind wohl alles Morgenmuffel (ausser Judith). Wir fahren gleich nach Dortmund, ich trage ein schwarzes "Punisher"-T-Shirt. Wir lesen aus Kapitel 7, die grosse Massenmord-Kampfszene.
Ich bin angenehm nervoes, und freue mich auf die Leute. Catherine ist wohl nicht da, dann muss ich Sarah auftreiben, und Christian, um ueber die Romane zu reden ... vielleicht baue ich das ganze noch weiter um, ich muss mir die Verbindung der drei Romane nochmal durch den Kopf gehen lassen.
In ca 2 Stunden wird dann gelesen. Wir fahren bestimmt 40-50 Minuten. Ich kann ganz schlecht warten. :) Vielleicht setze ich mich jetzt brav hin und gehe durch Kapitel 12 und 13, und kuerze...
*auf den Tisch trommel*
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... ich bin dann gestern um 22:00 in Deutschland einmarschiert gelandet, und habe meine Freunde Markus und Sandra bis ca 01:30 zugetextet. Markus ist berufstaetig und hatte keinen Urlaub. Ooops. Eine Seite aus dem Buch wie eine Freundschaft mit mir Gesundheit und Wohlbefinden einschraenken koennen. :-)
Wir waren dann heute in der Essener Innenstadt, wo ich JTK getroffen habe, um meine Schulden einzuloesen. Wir waren dann im Starbucks und haben mit den Gespraechsthemen erstmal Platz geschaffen. *g' War sehr amuesant. Wegen Schlafmangel und ausreichen Koffein bin ich m Moment etwas "hyper", aber noch zu zusammenhaengenden Saetzen imstande. Meinen Cousin treffe ich morgen, Heike treffe ich morgen, die Mutter einer Freundin treffe ich auch morgen O_O, und am Samstag und Sonntag ist RatCon, da treffe ich dann 500 Leute (!YAY!). Montag treffe ich meinen Onkel... und dann muss ich noch Klamotten kaufen, und Montag abend geht's zurück. Klein Alex auf Deutschlandtournee... *g* Ich haette mehr Zeit mitbringen sollen, schoen bloed. Ich koennte ohne weiteres ne Woche damit verbringen, Leute zu treffen.
Etliche Buchlaeden hatten "Kettenhund", das Distributionsnetzwerk scheint sich zu verdichten, und Baedecker hatte Hans Delbruecks "Geschichte der Kriegskunst" in einer Billig-Reprint-Ausgabe (der Koffer wird also voller, und das schon vor RatCon). Hab noch drei Kerzchen angezuendet vor der Goldenen Madonna (es wirkt), und heute abend wird gekocht.
Jetzt aber n Stuendchen hinlegen, die Schwuele und die Rennerei gehen doch ganz gut auf die alten Knochen.
Das Leben ist schoen. Deutschland ist schoen. Und Rinderschmorbraten mit Kloessen und Rotkohl ist genial. :)
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| Date: | 2006-08-16 11:15 |
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okay, hier kommt die Nummer:
Jetzt das Ding aufladen, packen, und ich bin nach Luton unterwegs.
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Oh, youtube ist genial fuer Recherche.
Hier zwei Videos, die ein polnischer Soldat aufgenommen hat, und wo man die russischen Mi-24 Hind-Helis in Aktion sieht. Die Musik ("I wish I had an angel" von Nightwish, und "Reload" von Rob Zombie) hab ich die ganze Zeit beim Schreiben von Fatima gehoert. Sehr strange.
Und: es gibt Leute, die die "Buckelschnauze" haesslich finden. Fuer mich hat der Hind einfach nur Charakter. Und sollte nicht so elegant sein. Ist immer noch ein Waffensystem. Aber ... *seufz*
http://www.youtube.com/watch?v=8TP8IIE1RiI&NR http://www.youtube.com/watch?v=i5bl9WJbVwo&mode=related&search=
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| Date: | 2006-08-15 13:00 |
| Subject: | Con-Planung |
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Ich werde morgen um 18:50 Ortszeit in Luton losfliegen. All terroristischen Anschlage bitte ich in dieser Zeit zu unterlassen, insbesondere, was Zug- und Tube-Verbindungen innerhalb Londons angeht. Verbindlichsten Dank.
Ich fliege Montag wieder zurueck. Die Planung bisher:
Mittwoch: Ankunft: 21:50 (oder so) in Dortmund, ca 22:30 in Essen, wo ich in Casa Gerwinski (dem HQ eines Autorenfreundes und seiner bezaubernden Bald-Frau, die ebenfalls eine gute Freundin und fast so gute Koechin ist - und sie kocht hervorragend) naechtige (und vermutlich wird bis spaet geredet).
Donnerstag: Shoppen in der Essener Innenstadt. Frei fuer Treffen bei Starbucks oder beliebigen anderen Orten, die Kaffee und was zu futtern anbieten. Vorzugsweise in der Naehe eines der vielen Buchlaeden, also: um Porschekanzel. Abends: wollte ich kochen. Satay-marinierte Thnfischsteaks mit Kokosnuss-Wildreis. Potentiell Kino/Rollenspiel.
Freitag: Shoppen und/oder einkaufen, Rollenspiel/Kino. Ich liebe Essen fuer sein riesiges Multiplex, und ich liebe meine Firma, die mich in Pounds Sterling bezahlt. Abholung Judith, meiner "Stimme".
Samstag: RatCon. Leute treffen. Workshops machen. Andre auf den Geist gehen. Catherine finden, und um mehr Zeit beknien. Thomas knuddeln. Den SR-Leuten zwei Exemplare von "Street Magic" aus dem Kreuz leiern, obwohl sie vermutlich keine rausgeben. Korrektur: Vorher am Dortmunder Bahnhof ne Waffe kaufen. *Jetzt* zwei Exemplare Street Magic beschaffen. Fuer Donnerstag und Freitag dran denken, Skimasken duerften jetzt guenstig sein. Weil: Ich muss ja noch lesen. Ausserdem: Lesungen anhoeren, aktuelle SR-Romane kaufen (vorzugweise bei einem Verkaeufer, der mich nach dem Ueberfall nicht identifizieren kann). Leute nerven mit dem, was ich von ihren Buechern halte. Signieren. "Kettenhunde" verkaufen. Mich vom halben Grofafo treffen lassen. Mit Mr Life flirten, falls noch Single. Meinem Schatzi treu bleiben trotz der ganzen devoten grossen, muskuloesen Fanboys, die ich bis dahin gesammelt habe . Honigwodka abzocken den ich vermutlich nicht ins Flugzeug kriege - SHIT! . Judith aus "Kettenhund" vorlesen lassen. Bloede Witze machen, damit keiner merkt, wie nervoes ich bin. Hoffentlich Fragen beantworten, sonst muss ich mir was ausdenken, was ich sagen will. Vielleicht was aus "Fatimas Traenen" vorlesen lassen? Oder blamier ich mich da zu sehr?
Falls mich wer fragt, an was ich gerade arbeite, nur ueber Fatimas Traenen und Timmy reden, und bei der Gelegenheit niemandem erzaehlen, dass ich gerade gewaltverherrlichende, sexistische Militaer-Pornos schreibe, die in Afghanistan spielen, und dabei vor allem nicht grinsen, als waere das ne super Idee und als wuerde das meinen literarischen Ruhm auf Jahre festschreiben denn das braucht echt keiner zu wissen.
Sonntag: Verabschieden, Workshops, Lesungen, nochmal verabschieden. Mehr Leute treffen. Sinnend zusammensitzen mit anderen Autoren und darueber reden, wie hart und schoen das Schreiben ist. Leuten was vorheulen, wie scheisse Rollenspiel in England ist . Sonntag abend: gluecklich grinsend Leuten, die dabei waren , erzaehlen, dass ich nicht vor leeren Reihen gelesen habe. Mehrfach.
Montag: Buecher kaufen. Variation von Donnerstag und Freitag. Geschenk fuer Schatzi suchen (Pistazien, Schokolade, oder was sinnvolles). Abends: fliegen.
Wer mich treffen will: email schicken/hier Kommentar hinterlassen mit Telefonnummer. Ich sollte Internet-Zugang haben. Ich poste meine Nummer morgen (bloedes Ding vergessen).
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Dadurch, dass ich fuer einen alten Freund etwas korrekturgelesen habe (wobei meine Grammatik und meine Zeichensetzung immer schwaecher werden), bin ich mit der Ueberarbeitung etwas hinterher. Jedenfals laengst nicht so weit, wie ich letzte Woche dachte, dass ich es heute sein sollte/koennte.
Naja. Irgendwie ist das schaffbar. Das Plotloch hat mich etwas deprimiert und rausgeworfen, ich geb's zu. Gerade drucke ich das kritische Kapitel 10 aus, sortiere die Blaetter, und mache mich dann an Kapitel 11 (Seiten 190 bis 2XX). Drei bis vier Kapitel wollte ich auf jeden Fall schaffen.
Es beruhigt nicht gerade, dass ich dann noch entscheiden muss, wieweit ich SR4-Hintergrund anpassen muss ... aber gut, das ist erstmal eine der weniger wichtigen Sorgen.
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Nun, in London ist ein bisschen Unruhe, alles hat irgendeine Nachrichtenseite offen (obwohl das gegen die Regeln ist):
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4778575.stm
Ich fliege zwar erst in einer Woche (genau einer Woche), aber so ein komisches Gefuehl hat man schon. Ich fliege von London Luton, aber nicht richtung USA.
Ich sehe mich schon mit meinem Portemonnaie in einer durchsichtigen Plastiktuete durch die Schranke latschen. Joy, joy. Gerade, wo man die 70 Toten in der U-Bahn einigermassen erfolgreich verdraengt hatte und nicht mehr jedes Mal ein leises Zucken im Magen hat, wenn man sich in der Naehe von jungen, baertigen Muslimen mit grossen Rucksaecken in einem Verkehrsmittel befindet. Es war gut getimed - man fuehlte sich wieder sicher.
Ich lebe, arbeite und wohne auf einer Zielscheibe. Solange die Briten die militaerischen Abenteuer mitmachen (uns geht naemlich hier auch irgendwann das Oel aus), wird es junge Muslime geben, die diese Form des Protestes waehlen. Keine Wertung. Alle Moerder kommen in die Hoelle, christlich, muslimisch, oder juedisch.
Ach, Religionskriege sind doch immer wieder was Feines.
Ueberarbeitungstechnisch ist gestern nichts gelaufen - stattdessen hatte ich eine 3stuendige und ziemlich fruchtlose Diskussion vom Austieg Chinas bis zur ehnischen Gruppen im Irak, und war danach so aegerlich, dass ich mich nicht wirklich konzentrieren konnte.
Nun. Ich wende mich wieder meinem Broterwerb zu. Mehr demnaechst an dieser Stelle.
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| Date: | 2006-08-08 13:46 |
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http://comic.exxa.de/catalog1/product_info.php/products_id/16191
Koennte noch ne Rezension gebrauchen. Na, hat wer Lust? Und - wenn sich jemand erbarmt, spendiere ich Kaffee & Kuchen in einem der Starbuckses in London (Flug und Unterkunft nicht inklusive).
Alternativ biete ich Starbucks in Essen (oder Ruhrgebiet). Voellig ernst gemeint. Ich komme auch rueber. Nu los. :)
Oh, und was das Ueberarbeiten angeht: Ich bin gerade im Kapitel 10. Und mir wird klar, das vieles gar nicht klar wird. Einige Motivationen fallen irgendwie unter den Tisch, weil's immer nur angedeutet ist. Da wollte ich mal subtil werden, und werde fast unverstaendlich. Au backe.
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Ein langes, konzentriertes, hartes Wochenende spater: Ich habe 137 Seiten ueberarbeitet, eine Szene gestrichen, alle Szenen leicht gekuerzt, eine Szene von einer Sex- auf eine Trost-Szene umgeschrieben, und habe insgesamt 13 Seiten gespart. Das sind ungefaehr bisher her 10 Prozent, mit denen ich gerechnet habe - das Buch kommt also auf ca 500 Seiten raus, vermutlich knapp drunter. Ich muss nochmal durchgehen, ob ich noch Sachen rauswerfen kann, aber bisher sieht's gut aus.
Das ist ne Hoellenarbeit. Holla die Waldfee. Haette ich mal frueher damit angefangen. Jetzt muss ich's durchackern.
Naja. Aber wenigstens ist RatCon jetzt zu schaffen.
Auf zu Kapitel 8.
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| Date: | 2006-08-06 11:47 |
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http://freizeitheld.de/
Phantastik-Podcasting: MP3-Files zum Runterladen und Anhoeren. Schoenes Projekt, die Leute sind gerade im Aufbau, und wenn ich jetzt vertonbare Texte habe/haette....
Vielleicht ne Leseprobe "Kettenhund", bzw. "Fatimas Traenen"? Ich muss die mal anschreiben. :)
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